70 Jahre Bayerischer Landfrauenvereinigung

Landfrauen Schwandorf feiern Jubiläum mit Schirmfrau Emilia Müller

09.10.2018
Die Autorinnen des Jubiläumsbuches gemeinsam mit ihrer Schirmfrau
Die Autorinnen des Jubiläumsbuches gemeinsam mit ihrer Schirmfrau

"Wir können uns vieles ausmalen, aber eines nicht: Ein Bayern ohne unsere Landwirte und eine vitale Landwirtschaft ohne die Herzlichkeit und Energie unserer Landfrauen", eröffnete Schirmfrau Emilia Müller ihre Festrede anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten 70 Jahre Landfrauen Schwandorf.
Ein besonderes Highlight des Abends war neben dem stilvollen Ambiente vor allem die Veröffentlichung des Buches: "Starke Frauen - Gemeinsame Wege in die Zukunft". Darin hatte die Schwandorfer Kreisbäuerin Sabine Schindler mit ihrem Team 70 Jahre Lebensgeschichte von drei Generationen und fünfzehn Frauen aus landwirtschaftlichen Betrieben festgehalten.

Zum Feststadl auf Schloss Guteneck waren neben zahlreichen Ehrengästen, Besucherinnen und Besuchern auch alle Frauen geladen, die im Buch 'Starke Frauen - Gemeinsame Wege in die Zukunft' portraitiert wurden. Autorinnen des Werkes waren neben Kreisbäuerin Sabine Schindler auch ihre Schwester Cornelia Hagmeier und Frau Karin Bischoff.

Insgesamt stammten die Frauen im Sammelband aus fünf verschiedenen Höfen, dem Almenhofe, dem Blaisslhof, dem Dirnbergerhof, dem Haflingerhof und dem Simmerhof.
"Sie zeigen uns auf beeindruckede Weise wie tief unsere Heimat von der Landwirtschaft und unseren Familien geprägt und mit Leben erfüllt wird", betonte Schirmfrau Müller, die aufgrund ihres Amtes schon vorab einen Blick in das Buch werfen durfte. "Man muss nicht vom Fach sein, um den Wert dieses Sammelbandes der Lebensgeschichten zu erkennen, die Frauen auf den Höfen sind die Seele unserer landwirtschaftlichen Betriebe", so die Staatsministerin a.D. weiter.

Große Zustimmung fanden auch die Worte zur Bedeutung eines funktiorendes Mehrgenerationengefüges der Schirmfrau: "Was oft in unserer Gesellschaft angemahnt wird, wird auf unseren Höfen gelebt. Dieses Mehrgenerationengefüge ist heute, da die Anforderungen an Flexibilität und Mobilität größer werden, bedrohter, aber auch aktueller denn je", betonte Müller, die selbst auf einem Hof aufwuchs und schon als Betriebshelferin tätig war.

Nach der Festansprache und einer kurzen Stärkung dankte Kreisbäuerin Schindler den Frauen aus drei Generationen und ließ auf charmante Weise durchblicken, wie viel Arbeit aber auch Freude die Recherche für das Buch ihr gemacht hatte. Jede Familie erhielt zum Dank ein kleines Obstbäumchen, ganz im Hinblick auf noch viele zukünftige Generationen.